Next Generation Handwerk: Erfolgreiche Young Professionals zeigen, wie Erfolg im Handwerk heute aussieht.

Weißt du, was ein Beton- und Stahlbetonbauer so macht? Sie setzen millimetergenau schwere Bauteile, jonglieren mit Material und tragen maßgeblich zur Errichtung robuster Strukturen bei. Sie sind Handwerker, die mit Stahlträgern und Beton arbeiten, um stabile Fundamente für Bauwerke wie Hochhäuser und Brücken zu schaffen. Diese Profis formen die urbanen Landschaften und sorgen dafür, dass sie nicht nur cool aussehen, sondern auch den Herausforderungen von Natur und Zeit standhalten.

Von Anker bis Zement: Wie wird man prämierter Beton- und Stahlbetonbauer ?

Foto: LINDEMANN

Lukas Beckmann ist einer von ihnen. Landessieger und Bundes-Dritter im Leistungswettbewerb für sein Handwerk. 2023 schloss er seine Ausbildung als Bester ab, bestritt den Landeswettbewerb in Hannover und trug die Goldmedaille mit nach Hause: „Ich bin ganz unvoreingenommen in den Wettbewerb ganz nach dem Motto: Was du kannst, machst du halt – das hat ganz gut funktioniert,“ resümiert der 20-Jährige schmunzelnd.

Bundes-Bronze für den Baupionier

Fotos: LINDEMANN/Beckmann

Beim Bundeswettbewerb in Erfurt kam dann doch etwas mehr Aufregung dazu: „Das war dann schon beeindruckender und brachte mich hier und da ins Schwitzen,“ muss der Drochtersener zugeben. Am Ende reichten seine Leistungen für die Bronze-Medaille. Genauso stolz wie er ist auch sein Ausbildungsbetrieb auf den jungen Baupionier. Die LINDEMANN-Gruppe aus Stade setzt viel auf Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter, denn „Sie sind unser Fundament und machen unseren Betrieb zu dem, was er ist. Junge Menschen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen und zu sehen, wie sie an ihren Aufgaben wachsen, ist ein absolutes Privileg,“ sagt Geschäftsführer der LINDEMANN-Gruppe Niels Schütte.

Wenn KI zum Alltag gehört, was bleibt? Von Hand gemachtes Werk.

Gerne würde auch die Firma LINDEMANN noch mehr Menschen für ihre breite Palette an Handwerksberufen überzeugen, denn: „Was immer bleiben wird, ist das, was von Hand erbaut werden muss. Handwerk ist und bleibt eine stabile Säule in Volks- und Betriebswirtschaft und Gesellschaft.“  Wer also – trotz der Digitalisierung, Robotik und künstlicher Intelligenzen – einen krisen- und zukunftssicheren Job haben möchte, ist im Handwerk genau richtig. „Nach oben sind mir ja keine Grenzen gesetzt,“ sagt Lukas und sagt: „Nach meinem Abitur wollte ich direkt studieren gehen, doch vorher die Praxis kennen zu lernen, hat einen wirklich entscheidenden Vorteil: Zu wissen, wie der Hase so läuft und auf Augenhöhe zu sein. Theorie und Praxis sind oft zwei verschiedene paar Schuhe, die dennoch zusammenpassen müssen.“ Diese Schnittstelle möchte Lukas besetzen und arbeitet weiter an seiner Karriere. 2023 startete er gemeinsam mit der LINDEMANN-Gruppe sein duales Studium zum Bauingenieur an der hochschule21 in Buxtehude. „Das hier bei uns nur möglich ist, wenn man vorher eine Ausbildung absolviert hat,“ sagt Schütte und Lukas vervollständigt: „Mir war wichtig, dass ich was in der Hand habe, sollte ich das Studium widererwartend nicht schaffen – dann stünde ich mit 23 ohne was da.“

Am Anfang schuf der Beton- und Stahlbetonbauer  das Fundament – und dann kommt der Rest.

Wenn Lukas von seinem Handwerk erzählt, spürt man sofort: Da ist Leidenschaft im Spiel und man wird sofort mitgerissen in seine Welt. In nicht allzu ferner Vergangenheit fand man Lukas als Helfer bei seinem Onkel und Cousin als Straßenbauer wieder, doch ihm war klar: „Ich will in den Hochbau.“ Kurzerhand entschloss sich Lukas ein Praktikum bei LINDEMANN zu absolvieren, im selbigen Betrieb, in dem auch sein Vater beschäftigt ist. „Oftmals ist der ehemalige Praktikant der zukünftige Azubi,“ resümiert Dipl.-Ing. Niels Schütte und freut sich, dass sich auch mehrere Generationen aus derselben Familie im Betrieb LINDEMANN wohlfühlen. 

Als Beton- und Stahlbetonbauer  ist man mehr „Schöpfer“ als Gestalter. „Wenn wir die Baustelle wieder verlassen, geht es optisch dann erst richtig los.“ Lukas sieht das Objekt aus „seinem“ Fundament dann meist erst Wochen oder Monate später: „Das ist schon ein besonderes Gefühl von Stolz und Wertschätzung, wenn man die fertige Baustelle sieht und weiß, welchen Anteil man daran hatte.“

Was für Skills braucht man? Was macht einen Beton- und Stahlbetonbauer  aus?

Logischen Denken, Vorstellungskraft, präzises Arbeiten und ein Gefühl für Verantwortung sollte man mitbringen, denn „Wir sind mit die ersten bei einem Bau – unsere Arbeit muss richtig gut sitzen,“ sagt Lukas. Lust auf Konstruktion, große Dimensionen und Baumaschinen? Dann bist du in diesem Beruf richtig.

What‘s next? Kurz gesagt, stehen dynamische Zeiten voller Chancen bevor!

Die Zukunft für Beton- und Stahlbetonbauer lässt kaum Wünsche offen. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und innovativen Baustoffen sind diese Profis gefragter denn je. Durch den Einsatz moderner Technologien wie BIM (Building Information Modeling) wird ihre Arbeit präziser und effizienter. Die wachsende Urbanisierung sorgt für einen weiteren Boom, da Beton- und Stahlbetonbauer gebraucht werden, um moderne und stabile Strukturen zu schaffen.

 

Team Gute Laune bis zum Abendbrot.

„Den Zusammenhalt auf dem Bau schätze ich sehr.“ Den hat Lukas schon früh morgens erleben dürfen, wenn die Kolonne sich zusammengesammelt und Richtung Baustelle begeben hat. „Man sieht, was man geschafft hat, und man ist am Ende des Tages geschafft – aber im positiven Sinne,“ beschreibt Lukas die Ausbildungsjahre. Nun bleibt er nach eigenem Wunsch hoffentlich nah am Geschehen und peilt den Bauleiter an, denn „nur Büro, das ist nix für mich.“

Karriere hat viele Gesichter, Wertschätzung bleibt immer gleich.

Schütte macht klar, dass bei LINDEMANN Karriere nicht gleich Studium ist. In der Baubranche finde jeder einen Platz, an dem er sich wohl fühlen kann – mit oder ohne Führungsaufgaben – „unsere Wertschätzung bleibt die Gleiche. Wir arbeiten jeden Tag daran, dass unsere Mitarbeiter das Leben führen, mit dem sie selbst zufrieden sind.“

Kreishandwerkerschaft Stade
Kreishandwerkerschaft Stade

Authorin: Kim Katharina Koch, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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