Straßenbau: zwei Wege, ein starkes Handwerk

Junger Bauarbeiter in leuchtend gelber Sicherheitsjacke sitzt auf einem Stapel Steine, im Hintergrund ist ein Bagger sichtbar.

Nick Tomforde: Straßenbau, Rumpelpflaster und jeden Tag was anderes

Nick Tomforde ist 19 Jahre alt, kommt aus Schwinge und hat seine Ausbildung im Straßenbau verkürzt abgeschlossen. Seit Januar 2025 arbeitet er als Fachkraft bei der Wilhelm Henn Straßen- und Tiefbau GmbH in Deinste-Helmste. Der Weg dorthin begann früh und ganz praktisch. Schon vor der Ausbildung hat er im Betrieb mehrere Praktika gemacht. Sein Stiefvater arbeitet dort, geblieben ist Nick aber vor allem wegen des Teams und der Arbeit selbst.

 

Nach der Realschule stand für ihn schnell fest, dass es ins Handwerk gehen soll. Er hat sich auch andere Berufe angeschaut, unter anderem den Maurer, sich am Ende aber bewusst für den Straßenbau entschieden. Ausschlaggebend waren die Abwechslung und die Vielfalt der Aufgaben.

Eintönig gibt es für ihn nicht. Rohrleitungsbau, Kanalbau, Erdarbeiten, Pflastern – „da ist ständig was anderes zu tun“. Genau das macht für ihn den Reiz des Berufs aus. Besonders gefallen ihm spezielle Pflasterarbeiten wie sogenanntes Rumpelpflaster. „Das ist relativ einfach zu verlegen, sieht aber trotzdem ein bisschen natürlicher aus“, erklärt er.

Viele verbinden den Straßenbau vor allem mit großen Maschinen. Die gehören dazu, sind für Nick aber nicht der Hauptgrund, warum er den Beruf gern macht. „Maschine fahren ist okay, aber mir gefällt eher die Arbeit mit der Hand.“ Das Handwerkliche, das Anpacken, steht für ihn im Vordergrund. „Man sieht einfach, was man geschafft hat, das macht einen echt stolz.“

Sein nächster Schritt ist bereits geplant. Ab Januar möchte Nick die Meisterschule besuchen. Wie es danach weitergeht, lässt er offen. Erst einmal arbeiten, Erfahrung sammeln und sich fachlich weiterentwickeln. Seinen Beruf beschreibt er in drei Worten so: vielfältig, handfest, abwechslungsreich.

Weiterer Absolvent

Neben Nick Tomforde hat auch Nikolai Boes aus Zeven seine Gesellenprüfung im Straßenbau verkürzt und bereits im Januar 2025 erfolgreich abgeschlossen. Er wurde bei der Boes Bau GmbH in Zeven ausgebildet und besucht bereits die Meisterschule in Hamburg.

Lust auf Straßenbau?

Straßenbau ist nichts für Leute, die den ganzen Tag rumsitzen wollen. Hier passiert etwas. Draußen, im Team, mit Technik, Handarbeit und sichtbaren Ergebnissen. Abwechslung gehört dazu genauso wie Verantwortung. Mal Pflastern, mal Tiefbau, mal Erdarbeiten – kein Tag läuft gleich, und am Ende sieht man, was man geschaffen hat.

Wer gern anpackt, lieber draußen als im Büro arbeitet und einen Beruf mit Zukunft sucht, ist im Straßenbau genau richtig. Über 28 Innungsbetriebe bieten im Landkreis starke Ausbildungsplätze mit echten Perspektiven.
Praktikum oder Ausbildungsbetrieb finden unter www.moin-handwerk.de.

Bild von Kreishandwerkerschaft Stade
Kreishandwerkerschaft Stade

Authorin: Kim Katharina Koch, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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