Route to the future – 10 neue Maler und Lackierer*innen haben sich richtig entschieden: Gesellenbriefe wurden überreicht.

28.7.2023. Café Auszeit in Hollern-Twielenfleth. Die Maler- und Lackierer-Innung Stade lädt seinen Nachwuchs zur Übergabe der Gesellenbriefe ein. Der Einladung folgen 10 stolze Absolvent*innen mit reichlich, ebenso stolzem, Anhang. „Sie haben sich nicht nur für einen wunderbaren Beruf entschieden – sie haben sich entschieden! Und das ist heute leichter gesagt als getan,“ startet der ehemalige Obermeister Ralf Behrens in die kleine Veranstaltung. Denn, die beruflichen Möglichkeiten, aus denen die jungen Menschen heute wählen können, ist schier grenzenlos. Daher sei der Schritt zur Entscheidung „für etwas, schon der erste Erfolg für Sie! Betont Obermeister Michael Eckhoff und führt an: „Und die Entscheidung für ein Handwerk, zum Beispiel wie unseres,  ist fast immer die richtige Entscheidung,“ wirbt er für seinen Berufsstand. 

Es liegt viel Freude in der Luft, nicht nur die Absolvent*innen lassen allen ihre Euphorie auf ihre Zukunft spüren, „auch wir vom Vorstand, die Innung, der Prüfungsausschuss und natürlich eure Lehrer heißen euch herzlich willkommen auf eurer Route to the future!“ schließt Behrens seine Worte und startet in die heißersehnte Übergabe der Gesellenbriefe. Den nimmt die diesjährige Innungsbeste Cecile Dammann freudestrahlend entgegen. Die gelernte Krankenschwester ist erst auf dem zweiten Weg „Feuer und Flamme für diesen Beruf,“ geworden und sorgt für eine weitere Generation im Familienbetrieb in Ahlerstedt.

Gruppenfoto: Gesellenbeisitzer Thomas Harter, stv. Obermeister Ralf Rahtjens, Obermeister Michael Eckhoff, Berufsschullehrer Markus Heimfahrt, stv. Obermeister Ralf Behrens

Vom WOW-Effekt gecatched – Malerin sein, ist einzigartig schön.

Antonia Balke, 22, Hechthausen, Maler Behrens Stade, Berufsschule Realschulabschluss.

Antonia hat eine ganze Handvoll Praktika absolviert: „Fahrzeuglackierer, Tischler, Erzieherin, Verkauf und schlussendlich als Malerin,“ zählt sie auf. Hängen geblieben ist sie dann bei ihrem Ausbildungsbetrieb „Der Betrieb, das Team, das hat mir alles einfach super gefallen.“ Sie wollte unbedingt was mit ihren Händen machen: „und mich fordern. Im Kopf und körperlich, da kommt mir das Handwerk sehr gelegen,“ schmunzelt Antonia. Am schönsten sei es: „wenn man auf die vorbereitete Fläche die Tapete aufbringt und den WOW-Effekt genießen kann.“ Als frisch gebackene Gesellin geht sie nun ihrem „einzigartig schönem und aufregendem Handwerk,“ nach.

Von der Krankenschwester zur Malerin – der Familienbetrieb zog sie in seinen Bann.

Cecile Dammann, 21, Ahlerstedt, Maler Thomas Apensen, Lehre zur Krankenschwester.

Eigentlich überrascht es oft nicht, wenn der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Oft folgt der Nachwuchs den Eltern hinterher in den Familienbetrieb. Besonders im Handwerk lassen sich viele von der Leidenschaft anstecken. Handwerk macht Glücklich – das hat auch Cecile erkannt, nachdem sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester absolviert hatte: „Ich wusste schon in der Lehrzeit, das ist nicht für immer,“ im Krankenhaus hätte es Spaß gemacht, aber irgendwie war es nicht das Richtige. „Ich war dann ein paar Mal mit den Malern unterwegs und hab gemerkt, wie viel Spaß mir die Arbeit macht,“ außerdem liege ihr das Handwerkliche sehr, sagt sie. Besonders zu schätzen wusste Cecile auch das Team in ihrem Ausbildungsbetrieb: „Ich habe mich über viele weibliche Kolleginnen gefreut, am Ende war es aber egal – wir haben uns alle gut verstanden.“ Ihre Arbeit beschreibt sie als abwechslungsreich, entspannend und „es macht einfach super viel Spaß.“ Nach der nun startenden Meisterschule plant Cecile in den väterlichen Betrieb in Ahlerstedt mit einzusteigen.

Kreativer Kopf ist im Handwerk und in seinem Leben angekommen „Ich habe mich gefunden“

Erion Litis, 33, Buxtehude, Maler Tobaben Buxtehude, Grafikdesigner

Erion ist vor fünf Jahren seiner Frau aus Albanien nach Deutschland gefolgt, die hier in Stade als Ärztin tätig ist. „In meiner Heimat habe ich Grafikdesign studiert, als ich mit meiner Frau nach Deutschland gekommen bin, habe ich über einen Freund den Beruf kennen gelernt.“ Das fand Erion so gut, dass er sich kurzerhand entschloss eine Ausbildung zu starten, die er nach nur 2,5 Jahren abschloss und jetzt bereits seinen Meister macht. „Meine Leidenschaft ist die Kunst, jetzt habe ich ein Handwerk gelernt, in dem ich meine Kreativität ausleben kann. „Ich kann sagen, ich habe mich gefunden.“ Auch wenn nicht immer alle Tätigkeiten aus der Feder einer Muse stammen und es natürlich auch „normale Alltagstätigkeiten gibt, „…macht mich das Ergebnis meiner Arbeit jeden Tag erneut einfach nur glücklich,“ sagt Erion, wenn er am Ende auf „sein“ Werk schaut. Das möchte er nun weiter in seinem Betrieb Tobaben einbringen und damit seine Kunden glücklich machen.  

Kreishandwerkerschaft Stade
Kreishandwerkerschaft Stade

Authorin: Kim Katharina Koch, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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