Zeven. Acht Nachwuchskräfte haben am Freitag, 26. Juni 2026, im Kivinan-Bildungszentrum in Zeven ihre Gesellenprüfung erfolgreich bestanden und wurden von der Raumausstatter- und Sattler – Innung Niedersachsen Nord-Ost feierlich freigesprochen. Neben sieben neuen Raumausstatterinnen und Raumausstattern erhielt auch eine Polster- und Dekorationsnäherin ihren Gesellenbrief. Gleichzeitig markierte die Veranstaltung den Abschied von einem langjährigen Prüfungsstandort: Zum letzten Mal fand die praktische Gesellenprüfung in Zeven statt. „Diese Prüfung ist wirklich super gelaufen“, zog Prüfungsausschussvorsitzender Mirko Witkowski ein rundum positives Fazit. Obermeister Matthias Rudolf ermutigte die Absolventinnen und Absolventen: „Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr unserem Beruf erhalten bleibt.“
Die neuen Gesellinnen und Gesellen
Polster- und Dekorationsnäherin
- Patrycja Marianna Ligor, Baumeister Programm GmbH & Co. KG, Lüneburg
Raumausstatterinnen und Raumausstatter
- Janine Allers, Axel Foltmer, Cuxhaven
- Vanessa Hilmer, T&T Markt GmbH & Co. KG, Schneverdingen
- Kenny Janek Jungclaus, Stilegance GmbH & Co. KG, Lilienthal
- Nick Petersen, Baumeister Programm GmbH & Co. KG, Lüneburg
- Leonie Pulzin, Frank Heinze, Tostedt
- Felina Marie Tiedemann, Witkowski Raumausstattermeister GmbH, Ahlerstedt, Innungsbeste
- Marie Elaine Geisler, Baumeister Programm GmbH & Co. KG, Lüneburg, Prüfungsbeste/Kammersiegerin
Ein Jahrgang mit starken Leistungen
Die Prüfungswoche stellte die angehenden Gesellinnen und Gesellen vor besondere Herausforderungen. Hohe Temperaturen, anspruchsvolle praktische Aufgaben und die Anspannung einer Gesellenprüfung verlangten allen viel ab. Umso größer war die Freude beim Prüfungsausschuss über die gezeigten Leistungen.
„Es hat wirklich richtig Spaß gemacht, euch zuzugucken“, sagte Mirko Witkowski. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom konzentrierten Arbeiten, dem respektvollen Umgang untereinander und der hohen Qualität der Gesellenstücke. Diese hätten einmal mehr die kreative Vielfalt des Raumausstatterhandwerks eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Auch das Ergebnis des gesamten Jahrgangs konnte sich sehen lassen. „Ihr habt eine ganz fantastische Prüfung gemacht. Die Ergebnisse liegen wirklich ganz weit oben“, lobte Witkowski die Absolventinnen und Absolventen.
Abschied von einem bewährten Prüfungsstandort
Neben den erfolgreichen Prüfungen prägte ein weiterer Moment die Freisprechungsfeier. Nach vielen Jahren wurde die praktische Gesellenprüfung zum letzten Mal im Kivinan-Bildungszentrum in Zeven durchgeführt.
Mirko Witkowski bedankte sich ausdrücklich bei der Schule und dem Lehrerkollegium für die langjährige Zusammenarbeit. Die Räumlichkeiten hätten ideale Bedingungen für Ausbildung und Prüfungen geboten. Wie die Prüfungen künftig organisiert werden, stehe zwar noch nicht endgültig fest, die Innung befinde sich jedoch auf einem guten Weg.
Mit dem Gesellenbrief beginnt ein neuer Abschnitt
Mit der Freisprechung endet die Ausbildungszeit, das Lernen jedoch nicht. Dies machte Mirko Witkowski den neuen Fachkräften deutlich.
„Mit der Beendigung der Ausbildung heute endet aber nicht das Lernen“, sagte er. Die jungen Gesellinnen und Gesellen würden künftig Verantwortung für ihre eigene Arbeit übernehmen und seien als Fachkräfte gefragter denn je.
Auch Obermeister Matthias Rudolf warb dafür, den eingeschlagenen Weg im Handwerk weiterzugehen. Die Ausbildung sei erst der Anfang. Ob Meisterschule, Selbstständigkeit oder die Mitarbeit in der Innung – der Beruf biete zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns wiedersehen, wenn ihr unserem Beruf erhalten bleibt und auch der Handwerksorganisation erhalten bleibt.“
Gleich zwei Spitzenergebnisse
Besondere Anerkennung erhielten die beiden besten Absolventinnen des Jahrgangs. Praktisch lagen Felina Marie Tiedemann und Marie Elaine Geisler nahezu gleichauf. Erst die schriftliche Prüfung entschied über die Platzierungen.
Als Innungsbeste wurde Felina Marie Tiedemann ausgezeichnet. Marie Elaine Geisler erreichte das beste Gesamtergebnis und wurde als Kammersiegerin ausgezeichnet. Sie wird die Innung nun beim Praktischen Leistungswettbewerb des Handwerks auf Landesebene vertreten.
Mit der traditionellen Freisprechungsformel wurden schließlich alle acht Nachwuchskräfte offiziell in den Gesellenstand erhoben.











